Überdüngung (auch Nährstoffbrand oder englisch „Nutrient Burn") entsteht, wenn eine Pflanze mehr Nährstoffe bekommt, als sie verarbeiten kann. Sie ist einer der häufigsten Anfängerfehler – meist aus dem gut gemeinten Reflex, viel helfe viel. Tatsächlich ist zu viel Dünger oft schädlicher als zu wenig.

Symptome der Überdüngung

Das klassische Zeichen sind verbrannt wirkende, braune oder gelbe Blattspitzen, die sich nach innen ausbreiten. Dazu kommt oft ein sehr dunkles, fast krallenartig nach unten gebogenes Blattbild („Clawing") und ein insgesamt zu sattes Grün. Wichtig: Verbrannte Blattspitzen können auch andere Ursachen haben – das Gesamtbild und die Düngehistorie helfen bei der Einordnung.

Ursachen und Gegenmaßnahmen

Die häufigsten Ursachen sind eine zu hohe Dosierung, ein zu hoher EC-Wert oder ein Aufschaukeln von Salzen im Substrat. Gegensteuern lässt sich meist durch „Spülen" (Flushing) mit klarem, pH-korrektem Wasser und eine anschließend reduzierte Düngung. Auch ein Blick auf den pH-Wert lohnt sich, weil Nährstoffprobleme oft zusammenspielen. Lieber vorsichtig herandüngen und beobachten, als hinterher reparieren.

Häufige Fragen zur Überdüngung

Wie erkenne ich Überdüngung?

An verbrannten, braunen Blattspitzen, sehr dunklem Grün und nach unten gekrümmten Blättern. Das Gesamtbild zählt.

Was tun bei Nährstoffbrand?

Mit klarem, pH-korrektem Wasser spülen und danach schwächer düngen. Betroffene Blätter erholen sich meist nicht mehr, aber neue wachsen gesund nach.

Ist zu wenig Dünger besser als zu viel?

Tendenziell ja. Unterdüngung ist leichter zu korrigieren als ein Nährstoffbrand. Vorsichtig herantasten ist die sichere Strategie.

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