Reticello ist eine der elegantesten Glastechniken überhaupt: ein feines Netz aus gekreuzten Glasfäden, bei dem in jeder Masche ein winziges Luftbläschen eingeschlossen ist. Der Name kommt aus dem Italienischen und bedeutet „kleines Netz". Reticello gilt als Königsdisziplin der Glasgestaltung.

Wie entsteht ein Reticello-Muster?

Die Grundlage sind Glasstäbe mit eingelegten Farbfäden (Latticino). Zwei solcher Lagen werden gegenläufig verdreht und übereinandergelegt – die Fäden kreuzen sich zu einem Gitter. An jedem Kreuzungspunkt entsteht dabei ein kontrolliertes Luftbläschen. Das Ergebnis ist ein perfekt gleichmäßiges Netz, das im Licht funkelt.

Warum ist Reticello so anspruchsvoll?

Weil alles exakt stimmen muss: Die Fäden müssen gleichmäßig verdreht, symmetrisch gelegt und präzise verschmolzen werden – und die Luftbläschen dürfen weder zu groß noch unregelmäßig sein. Ein einziger Fehler zerstört das Muster. Reticello sauber hinzubekommen, ist ein Beweis für echtes Können.

Reticello bei Bongs und Glaskunst

An einer Bong oder Pfeife ist ein Reticello-Muster ein echtes Statement – es zeigt sofort, dass hier ein Meister am Werk war. Solche Stücke sind aufwendige Unikate und entsprechend gesuchte Sammlerobjekte.

Häufige Fragen

Was bedeutet Reticello?
„Kleines Netz" auf Italienisch – wegen der feinen Netzstruktur mit Luftbläschen.

Sind die Luftbläschen Absicht?
Ja, sie sind ein gewolltes und charakteristisches Merkmal der Technik.

Warum ist Reticello so wertvoll?
Wegen des enormen handwerklichen Aufwands und der Präzision, die es erfordert.

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