Die relative Luftfeuchtigkeit (englisch „relative humidity", kurz RH) gibt in Prozent an, wie viel Feuchtigkeit die Luft im Verhältnis zu ihrem Maximum enthält. Sie ist einer der wichtigsten Werte bei der Nachbearbeitung: Ob beim Trocknen, Curing oder bei der Lagerung – überall entscheidet die RH über Qualität und Haltbarkeit.
Was RH bedeutet
100 Prozent RH bedeutet, die Luft ist mit Feuchtigkeit gesättigt; 0 Prozent wäre absolut trocken. Für Blüten ist beides schlecht: Zu hohe Feuchte begünstigt Schimmel, zu niedrige lässt das Material spröde und kratzig werden und kostet Aroma. Gemessen wird die RH mit einem Hygrometer – bei der Lagerung praktischerweise direkt im Behälter.
Richtwerte je Schritt
Die Zielwerte unterscheiden sich je nach Phase. Beim Trocknen liegt der Bereich häufig bei etwa 50 bis 60 Prozent. Beim Curing und der Lagerung zielen viele auf rund 58 bis 62 Prozent – feucht genug für den Erhalt von Aroma und Konsistenz, trocken genug gegen Schimmel. Konstant gehalten wird die RH bei der Aufbewahrung gern mit Feuchtigkeitspacks.
Häufige Fragen zur relativen Luftfeuchtigkeit
Welche RH ist bei der Lagerung ideal?
Oft rund 58 bis 62 Prozent. In diesem Fenster bleiben Aroma und Konsistenz erhalten, ohne Schimmel zu riskieren.
Womit messe ich die Luftfeuchtigkeit?
Mit einem Hygrometer. Kleine Modelle passen direkt ins Lagergefäß und zeigen die RH im Inneren an.
Was passiert bei zu niedriger RH?
Das Material wird spröde, verliert Terpene und raucht kratziger. Zu trocken ist ebenso ungünstig wie zu feucht.

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Trocknen
Feuchtigkeitspacks