Ein Sämling ist die junge Pflanze in den ersten Wochen nach der Keimung. Zu erkennen ist er zuerst an den beiden runden Keimblättern (Kotyledonen), die noch aus dem Samen stammen. Kurz darauf bildet er das erste Paar „echter" Blätter mit der typischen gezackten Form. Der Sämling ist klein, zart und reagiert empfindlich auf zu viel Wasser, zu viel Dünger oder zu grelles Licht.

Merkmale eines Sämlings

Die Sämlingsphase dauert grob zwei bis drei Wochen. In dieser Zeit passiert oberirdisch scheinbar wenig – der eigentliche Fortschritt liegt unter der Oberfläche, wo die Pflanze ihr Wurzelwerk ausbaut. Ein gesunder Sämling steht aufrecht, hat sattgrüne Blätter und einen kurzen, kräftigen Stamm. Ein langer, dünner Stamm, der sich kaum halten kann, deutet dagegen meist auf zu wenig oder zu weit entferntes Licht hin.

Pflege in der Sämlingsphase

Sämlinge brauchen wenig, aber das richtig dosiert. Das Substrat sollte leicht feucht sein, nie durchnässt – junge Wurzeln vertragen Staunässe schlecht. Dünger ist zu diesem Zeitpunkt meist überflüssig und schnell zu viel. Wichtig ist eine milde, aber ausreichende Lichtquelle sowie eine moderate Luftfeuchtigkeit. Zugluft und starke Temperaturschwankungen mag ein Sämling gar nicht.

Übersteht die Pflanze diese verletzliche Zeit, geht sie in die kräftigere Vegetative Phase über.

Häufige Fragen zum Sämling

Wie lange dauert die Sämlingsphase?

Meist zwei bis drei Wochen, bis die Pflanze mehrere echte Blattpaare gebildet hat und in die Wachstumsphase übergeht.

Warum ist mein Sämling lang und dünn?

Das nennt man „vergeilen". Ursache ist fast immer zu schwaches oder zu weit entferntes Licht – die Pflanze streckt sich danach.

Wie oft muss ein Sämling gegossen werden?

Seltener, als viele denken. Lieber wenig und gleichmäßig feucht halten, statt täglich zu wässern. Zu viel Wasser ist die häufigste Fehlerquelle.

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