Wer heute eine Bong benutzt, denkt meist an moderne Glasmodelle, Percolatoren oder kunstvolle Designs aus Borosilikatglas. Doch die Idee, Rauch durch Wasser zu ziehen, ist deutlich älter, als viele vermuten – auch wenn sich um ihre Ursprünge einige hartnäckige Mythen ranken, die eine genauere Betrachtung verdienen.
Woher kommt das Wort "Bong"?
Das Wort stammt vermutlich vom thailändischen "บ้อง" (baung) ab, mit dem ursprünglich ein Rohr oder Gefäß aus Bambus bezeichnet wurde. Als westliche Reisende Südostasien besuchten, brachten sie den Begriff mit zurück, und er verbreitete sich später weltweit.
Der berühmteste Fund – und was er wirklich zeigt
2013 entdeckten Archäologen im Kaukasus-Gebiet Südrusslands einen etwa 2.400 Jahre alten Grabhügel der Skythen mit goldenen Gefäßen, die Cannabis- und Opiumspuren enthielten – eine Bestätigung dessen, was der griechische Historiker Herodot über die Skythen berichtete.
Wichtig für die Einordnung: Die beteiligten Archäologen gehen davon aus, dass die Gefäße vermutlich zum Brauen eines Opium-Getränks dienten, während Cannabis daneben auf heißen Steinen verbrannt wurde – wie bei Herodot beschrieben. Das ist ein bemerkenswerter Beleg für rituellen Gebrauch, aber keine Wasserpfeife mit Rauchfiltration wie bei einer modernen Bong. In der Berichterstattung wurde daraus oft reißerisch "die älteste Bong der Welt" gemacht, was die archäologische Einordnung verzerrt.
Wasserpfeifen im historischen China
Echte Wasserpfeifen mit Filtrationsprinzip lassen sich verlässlicher in China nachweisen. Während der Ming- und vor allem Qing-Dynastie waren Wasserpfeifen aus Metall und Keramik weit verbreitet, meist zum Tabakrauchen. Viele Geräte waren tragbar und folgten bereits demselben Grundprinzip wie moderne Bongs.

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