Zwischen Rausch & Recht – was dich ganz legal fliegen lässt
Wer sagt eigentlich, dass ein „High“ immer THC oder LSD braucht? In einer Welt voller Pflanzen, Pilze, Düfte und legaler Substanzen lassen sich bewusstseinserweiternde oder euphorisierende Zustände ganz ohne Verbot erleben – und manchmal auf überraschend angenehme Weise.
Dieser Artikel stellt dir die 10 verrücktesten legalen Highs vor – von exotischen Naturstoffen über Räucherwerk bis hin zu legalen Substanzen mit spiritueller oder körperlicher Wirkung. Und weil du dich für Naturkosmetik interessierst, bekommst du obendrauf Anwendungstipps, DIY-Rezepte und Einschätzungen zur Hautverträglichkeit.
Bereit für den legalen Höhenflug?
1. Muskatnuss – der unterschätzte Küchenrausch
Wirkung:
• Bei hohen Mengen (5–20 g) halluzinogen, euphorisierend, körperlich benommen
• Hauptwirkstoff: Myristicin, ein natürliches psychoaktives Phenylpropanoid
Anwendung:
• Muskatnuss in Smoothie oder mit Pflanzenmilch (nicht roh verzehren!)
• Wirkeintritt nach 2–6 Stunden, kann bis zu 24 Stunden dauern
Vorsicht:
• Toxisch in hohen Dosen, oft mit Übelkeit und Hangover verbunden
• Nicht für Experimente geeignet – eher ein Kuriosum der Rauschgeschichte
2. Kratom – das koffeinhaltige Opioid aus Asien
Wirkung:
• In kleinen Dosen: stimulierend, antriebssteigernd
• In höheren Dosen: beruhigend, schmerzlindernd, leicht euphorisierend
Anwendung:
• Als Tee aus dem Pulver der Blätter
• Beliebt bei chronischem Stress, Rückenschmerzen, depressiven Verstimmungen
Studien:
• Wirkung auf μ-Opioid-Rezeptoren, ähnlich wie Morphin, aber milder
• Kann bei Überkonsum zur Gewöhnung führen
DIY-Rezept: Kratom-Latte mit Hafermilch & Vanille – beruhigend & cremig.
3. Blauer Lotus – der heilige Rausch der Ägypter
Wirkung:
• Leicht euphorisierend, träumerisch, erotisierend
• Wirkt auf Dopaminrezeptoren, leicht sedierend
Anwendung:
• Als Tee, Tinktur oder Räucherwerk
• Ideal für Abendrituale oder entspannte Gespräche
Tipp: Kombiniere Blauen Lotus mit CBD-Öl für ein besonders harmonisches High.
4. Löwenohr (Wild Dagga) – das afrikanische Gras
Wirkung:
• Ähnlich wie milder Cannabis, aber kürzer und leichter
• Beruhigend, sanft euphorisierend
Anwendung:
• Getrocknet geraucht oder als Tee
• In Südafrika traditionell verwendet für Zeremonien und Spiritualität
Hautpflege:
• Extrakte enthalten antientzündliche Stoffe – als Zusatz in DIY-Balsamen nutzbar
5. Kava Kava – der Rausch der Pazifikinseln
Wirkung:
• Entspannend, angstlösend, leicht enthemmend
• Kein High im klassischen Sinn, sondern ein „soziales Sedativum“
Anwendung:
• Pulver mit Wasser mischen & sieben – ergibt erdigen Drink
• Wirkung tritt schnell ein, gut für gesellige Abende
Studien:
• Wirksamkeit bei Angstzuständen wissenschaftlich belegt
• Achtung: In hohen Dosen belastend für die Leber
DIY-Tipp: Kava-Kava-Tee mit Kurkuma und Zimt für entspannte Abende.
6. Rapé – der schamanische Schnupf aus Südamerika
Wirkung:
• Extrem fokussierend, scharf, reinigend
• Kein klassisches High, aber intensiver mentaler „Klarheitsschub“
Anwendung:
• Wird über ein Blasrohr in die Nase eingebracht (nur mit Erfahrung!)
• Enthält meist Tabak, Asche & Kräuter
Spiritualität:
• In schamanischen Ritualen zur Erdung & emotionalen Klärung eingesetzt
• Legaler Gebrauch nur bei zeremonieller Anwendung empfohlen
7. Damiana – Liebesrausch auf Pflanzenbasis
Wirkung:
• Stimmungsaufhellend, aphrodisierend, leicht entspannend
• Sanfter, pflanzlicher Serotonin-Boost
Anwendung:
• Als Tee, Tinktur oder geraucht
• Ideal als natürlicher Stimmungsmacher
DIY-Tipp: Damiana-Rosen-Tee mit Honig – wirkt auf Herz, Haut & Sinne.
8. Calea zacatechichi – der Traumkraut-Trip
Wirkung:
• Klarträume, luzide Zustände, tiefere REM-Phasen
• Keine Euphorie, aber bewusstseinserweiternde Wirkung im Schlaf
Anwendung:
• Als bitterer Tee vor dem Einschlafen
• Optional als Rauchkraut in Kombination mit Lavendel oder Hopfen
Fun Fact:
• Wird von mexikanischen Schamanen als „Gottesauge“ bezeichnet
9. Cola-Nuss – der legale Wachmacher
Wirkung:
• Starke körperliche Stimulation, Euphorie durch hohen Koffeingehalt
• Unterstützt Fokus, Motivation und Redefluss
Anwendung:
• Kauen der Nuss oder als Extrakt in Tonics
• Beliebt in Naturkosmetik als Hautstraffer durch hohe Antioxidantienkonzentration
Kombi-Tipp:
• Cola-Nuss + Ginseng + Minze = die legale Version eines natürlichen Energy-Highs
10. Salvia divinorum – der „kurze“ Wahnsinn
Wirkung:
• Intensiv halluzinogen, zeitverzerrend, sehr kurz (2–10 Min)
• NICHT für Anfänger geeignet
Anwendung:
• Geraucht oder als Extrakt (stark potenziert)
• Legal nur in manchen Ländern – bitte regional prüfen!
Hinweis:
• Salvia ist nicht „spaßig“, sondern bewusstseinserweiternd & radikal – nutze es respektvoll.
Worauf du bei legalen Highs achten solltest
1. Set & Setting
Selbst legale Pflanzenstoffe entfalten ihre Wirkung nur im richtigen Umfeld. Sorge für:
• Eine entspannte, sichere Umgebung
• Vertrauensvolle Begleitung oder Alleinzeit
• Kein Verkehr, keine Verpflichtungen
2. Dosis
Starte niedrig – jeder Körper reagiert anders. Einige Pflanzenstoffe haben eine steile Wirkungskurve (z. B. Muskat, Kratom).
3. Reinheit & Herkunft
Kaufe nur bei vertrauenswürdigen Shops oder Herstellern mit transparenten Infos zur Herkunft, Verarbeitung und Konzentration.
Naturkosmetische Perspektive: Haut, Sinne & Pflanzenspiritualität
Viele der genannten Pflanzen sind nicht nur psychoaktiv, sondern auch hautpflegend, antioxidativ oder aromatherapeutisch nutzbar. Beispiel:
• Blauer Lotus: beruhigend, anti-aging, ideal für Gesichtsöle
• Damiana: ausgleichend für hormonell bedingte Hautprobleme
• Cola-Nuss: antioxidativ, straffend, durchblutungsfördernd
DIY-Rezept: Damiana-Lavendel-Hydrolat
• 100 ml abgekochtes Wasser
• 1 TL getrocknete Damiana
• ½ TL Lavendelblüten
• Ziehen lassen, abseihen, in Sprühflasche füllen – klärend & stimmungsaufhellend
Wissenschaftliche Studien & Sicherheitshinweise
Viele der hier vorgestellten Substanzen sind gut erforscht – andere bewegen sich in einer rechtlichen Grauzone. Ein kurzer Überblick:
Substanz Legalstatus DE Studienlage
Muskatnuss legal neurotoxisch ab hoher Dosis
Kratom verboten seit 2023 (BtMG) gute Studienlage, Abhängigkeitsrisiko
Blauer Lotus legal wenig Studien, aber sicher
Löwenohr legal kaum Studien, mild wirksam
Kava Kava eingeschränkt legal lebertoxisch in hohen Dosen
Rapé legal (Zeremonialgebrauch) traditionell belegt
Damiana legal stimmungsaufhellend belegt
Calea zacatechichi legal Klartraum-induziert
Cola-Nuss legal stimulierend, sicher
Salvia legal in manchen Ländern sehr intensiv, psychologisch fordernd
Ergänzende Substanzen: Noch mehr legale Highs mit Tradition
11. Betelnuss – das rote Kauen Asiens
Wirkung:
• Leichte Euphorie, gesteigerte Wachsamkeit, sozialer „Flow“
• Wird traditionell gekaut – meist mit Kalk, Gewürzen und Pfefferblatt
Anwendung:
• Nicht überall legal (in Deutschland verboten!), aber in Ländern wie Indien, Papua-Neuguinea und Taiwan fest im Alltag verankert
• In kleinen Mengen wird sie von Einheimischen täglich konsumiert
Risiken:
• Kann bei chronischem Gebrauch die Mundschleimhaut reizen
• Wegen krebserregender Potenziale kritisch zu betrachten
Fazit:
Kulturell spannend, aber eher etwas für ethnobotanisch Interessierte als für die tägliche Praxis.
12. Yohimbin – die afrikanische Lustpflanze
Wirkung:
• Anregend, blutdrucksteigernd, aphrodisierend
• Ursprünglich aus der Rinde des Yohimbe-Baums (Pausinystalia johimbe)
Anwendung:
• In kleinen Dosen in pflanzlichen Lustpillen enthalten
• Erhöht die Durchblutung, wirkt tonisierend – kann aber zu Herzrasen führen
Naturkosmetik-Tipp:
Einige Aphrodisiaka-Körperöle setzen auf Yohimbe-Extrakte – immer gut dosieren!
13. GABA + Theanin – die Chill-Kombi aus der Wissenschaft
Wirkung:
• Entspannend, angstlösend, konzentrationsfördernd
• Kein klassisches „High“, aber perfekte Kombo für fokussierte Entspannung
Anwendung:
• Als Nahrungsergänzungsmittel oder in Form von „Relax-Drinks“
• In Kombination mit grünem Tee besonders beliebt
Tipp:
Mit Lavendeltee und Honig ein geniales DIY-Ritual für nach der Arbeit oder vor dem Schlafen.
Warum wollen wir überhaupt high sein – und was sagt die Natur dazu?
Das Verlangen nach veränderten Bewusstseinszuständen ist so alt wie die Menschheit. Ob in Ritualen, bei der Jagd, in Träumen oder bei der Partnerwahl – der Wunsch, sich „anders“ zu fühlen, ist biologisch verankert.
Evolutionär betrachtet:
• Dopamin, Serotonin und Endorphine belohnen uns für das Erkunden neuer Reize
• Pflanzen mit psychoaktiver Wirkung halfen Schamanen, Kranke zu behandeln oder mit der „Geisterwelt“ zu kommunizieren
Heute:
• Statt Zeremonie: Festival
• Statt Räucherwerk: Vape
• Statt Gemeinschaft: Scrollen
Legal oder nicht – wir suchen nach Tiefe, nach Gefühl, nach Auszeit. Und manchmal kann ein sanftes legales High genau das ermöglichen, ohne dass wir den Boden unter den Füßen verlieren.
Selfcare-Rituale mit legalen Highs kombinieren
Viele der vorgestellten Substanzen lassen sich wunderbar in achtsame Rituale einbauen. Hier ein paar Inspirationen für dein Wochenende:
1. Traumzeit-Ritual mit Calea, Lavendel und Journaling
• 1 Tasse bitterer Calea-Tee vor dem Schlaf
• Raum abdunkeln, ruhige Musik
• Nach dem Aufwachen: Träume notieren, Bedeutung deuten
2. Kreativ-Session mit Damiana-Rosen-Räucherung
• Damiana & Rosenblätter in Räucherschale
• Deep-House oder Naturklänge auflegen
• Freies Schreiben oder Skizzieren
3. Erdungsritual mit Kava & Fußbad
• 1 Tasse Kava-Kava-Latte mit Zimt
• Fußbad mit Meersalz, ätherischem Öl (z. B. Zeder)
• Fokus auf Atem & Körpergefühl
Legal Highs & Hautpflege – wie passt das zusammen?
Das mag auf den ersten Blick widersprüchlich wirken – doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich: Viele Pflanzen, die für ein High sorgen können, enthalten zugleich Wirkstoffe mit hautpflegender Wirkung.
Pflanze Psychoaktive Wirkung Kosmetische Eigenschaft
Blauer Lotus Träumerisch, entspannend Antioxidativ, hautberuhigend
Damiana Stimmungsaufhellend Hautklärend, hormonell ausgleichend
Cola-Nuss Wachmachend, euphorisierend Straffend, vitalisierend
Kratom Schmerzlindernd, beruhigend Entzündungshemmend (nur äußerlich!)
Löwenohr Cannabis-ähnlich Leicht antiseptisch bei gereizter Haut
Tipp für DIY-Fans:
Verwende Pflanzenhydrolate oder kaltgepresste Öle aus legalen High-Pflanzen für Tonic, Badezusätze oder selbstgemachte Salben.
Kritik, Verantwortung & moderne Ethnobotanik
So faszinierend die Welt der legalen Highs ist – sie bringt auch Verantwortung mit sich:
• Nicht alles, was legal ist, ist harmlos.
• Die Dosis macht das Gift – auch bei Naturstoffen
• Informiere dich über Herkunft, Verarbeitung und Wirkung
• Nutze Pflanzen nicht nur zum Konsum, sondern zum Verstehen
In der modernen Ethnobotanik – also der Lehre von Mensch & Pflanze – geht es längst nicht mehr nur um Rausch. Es geht um Integration, Achtsamkeit, Lebensstil. Wer diese Substanzen bewusst nutzt, kann tiefer in sich selbst eintauchen – und braucht dafür weder Drogendealer noch Abstürze.
Fazit: Legal, verrückt – und vielleicht sogar transformierend
Wer bewusst genießt, muss nicht auf verbotene Substanzen zurückgreifen. Die Welt der legalen Highs ist bunt, komplex, spannend – und mit einer Prise Respekt auch absolut bereichernd.
Ob du nun auf Pflanzenreise gehst, deinen Geist öffnest oder einfach neue Selfcare-Rituale suchst: Du findest legale Optionen, die dich berühren, beleben oder beruhigen – ganz ohne Gesetzesbruch.

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