Eine Tinktur ist ein flüssiger Auszug, bei dem Wirkstoffe aus Pflanzenmaterial in einem Trägerstoff – meist Alkohol oder Öl – gelöst werden. Tinkturen werden oft tropfenweise eingenommen und gelten als vergleichsweise gut dosierbar. Sie sind eine Alternative zu Edibles, funktionieren bei der Aufnahme aber etwas anders.
Was eine Tinktur ist
Für eine Tinktur wird zuvor decarboxyliertes Material über eine gewisse Zeit im Trägerstoff eingelegt, sodass sich die Wirkstoffe herauslösen. Das Ergebnis ist eine konzentrierte Flüssigkeit, die sich leicht abmessen lässt. Alkohol- und ölbasierte Tinkturen unterscheiden sich in Geschmack und Handhabung.
Einnahme und Wirkung
Tinkturen werden häufig sublingual eingenommen, also unter die Zunge getropft und dort kurz gehalten. Ein Teil der Wirkstoffe kann so über die Mundschleimhaut aufgenommen werden, was den Wirkungseintritt gegenüber geschluckten Edibles beschleunigen kann. Wird die Tinktur dagegen einfach geschluckt, ähnelt der Ablauf eher dem eines Edibles. Auch hier gilt: Die Bioverfügbarkeit hängt vom Aufnahmeweg ab.
Häufige Fragen zur Tinktur
Was bedeutet sublinguale Einnahme?
Das Auftropfen unter die Zunge und kurzes Halten. Ein Teil wird über die Mundschleimhaut aufgenommen, was schneller wirken kann als Schlucken.
Worin unterscheidet sich eine Tinktur von einem Edible?
Vor allem im Aufnahmeweg. Sublingual kann eine Tinktur schneller wirken; geschluckt ähnelt sie einem Edible.
Womit wird eine Tinktur hergestellt?
Mit einem Trägerstoff wie Alkohol oder Öl, in dem sich die zuvor aktivierten Wirkstoffe lösen.

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